Helfer vor Ort / First Responder

Schnelle medizinische Hilfe, wenn jede Minute zählt

Was bedeutet das eigentlich?

„First Responder“ oder „Helfer vor Ort“ sind ehrenamtliche Kräfte mit zusätzlicher Sanitätsausbildung - bei uns in der Einheit der örtlichen Feuerwehr. Sie werden bei medizinischen Notfällen parallel zum Rettungsdienst alarmiert und sind vor Ort dabei, bis Rettungsdienst oder Notarzt die Versorgung übernehmen. Auch danach unterstützen wir nach Bedarf weiter – etwa bei Einweisung, Material oder Logistik am Einsatzort.


In anderen Regionen gibt es vergleichbare Teams ebenfalls bei Hilfsorganisationen wie BRK, Malteser oder Johanniter - überall mit dem gleichen Grundgedanken: möglichst früh qualifizierte Hilfe zu leisten.

Wir schließen die Lücke

Zwischen Notruf und Ankunft des Rettungsdienstes liegt eine Phase ohne professionelle Hilfe vor Ort – das therapiefreie Intervall. Durch Ortskenntnis und kurze Wege sind wir oft schon nach wenigen Minuten da und überbrücken diese Zeit mit qualifizierter Erstversorgung.

StartNotruf 112
~3–5 MinFirst Responder
vor Ort
~10 MinRettungsdienst
trifft ein
Wir ersetzen den Rettungsdienst nicht - wir ergänzen ihn. So ist möglichst früh qualifizierte Hilfe vor Ort, bis der Rettungsdienst übernimmt.
~3–5 Min
bis wir beim Patienten sind
~10 Min
bis der Rettungsdienst typischerweise eintrifft
3184+
Einsätze seit Dezember 1998

Alle Einsätze, sowie Aus und Weiterbildungen werden von uns ehrenamtlich und unentgeltlich vollbracht.
24/7, 365 Tage im Jahr – für Euch im Einsatz.

Was leisten wir?

🚑 Erkundung und Lagerückmeldung an die Leitstelle
🚑 Retten aus dem Gefahrenbereich
🚑 Sicherung von Bewusstsein, Atmung und Kreislauf
🚑 Herz-Lungen-Wiederbelebung (CPR + AED)
🚑 Wundversorgung
🚑 Einweisung vom Rettungsdienst
🚑 Transport der Besatzung eines Rettungshubschraubers
🚑 Betreuung von Angehörigen
🚑 Unterstützung des Rettungsdienstes
🚑 Dokumentation

Wie werden wir alarmiert?

Wenn ein medizinischer Notruf in der ILS (Integrierte Leitstelle Würzburg) eingeht, werden wir gleichzeitig mit dem Rettungsdienst alarmiert. Dies erfolgt in gewohnter Weise, per FME (Funkmeldeempfänger) und Alarmfax (enthält Infos zu Einsatzstelle, erste Infos zum Notfall und die alarmierten Kräfte).

Zusätzlich werden wir mittlerweile auch über eine App auf den Smartphones alarmiert. Unsere Einsatzfahrzeuge sind mit Tablets ausgestattet - dort stehen die Einsatzinformationen bereit und die Navigation läuft darüber.

Unser Einsatzgebiet

Zuständig sind wir in der Gemeinde Bergtheim für Bergtheim, Opferbaum, Dipbach und Oberpleichfeld – das zusammenhängende Gebiet mit den Straßen und Flächen dazwischen und darin. Kurze Wege und Ortskenntnis helfen uns, dort schnell und zuverlässig zu helfen.

Bergtheim Opferbaum Dipbach Oberpleichfeld

📍  Gerätehaus: Oberpleichfelderstraße 8, 97241 Bergtheim

Welche Ausbildung haben wir?

Alle First Responder haben mindestens die Feuerwehrgrundausbildung sowie einen Erste-Hilfe-Kurs und eine 72-stündige Sanitätsausbildung absolviert. Die Sanitätsausbildung ist in drei Stufen gegliedert, die jede mit einer praktischen und theoretischen Prüfung abgeschlossen werden müssen, um den Abschluss zu erlangen.

1

Grundausbildung

Feuerwehrgrundausbildung und Erste-Hilfe-Kurs als Basisqualifikation

2

Sanitätsausbildung

72-stündige Ausbildung in drei Stufen mit Prüfungen

3

Frühdefibrillation

Spezielle Ausbildung für den Umgang mit AED-Geräten

Darüber hinaus sind alle First Responder auch in Frühdefibrillation ausgebildet, d.h. sie sind in der Lage, eine Wiederbelebung nach Herzstillstand mithilfe eines Automatischen Externen Defibrillators (AED) durchzuführen. Um sicherzustellen, dass ihre Fähigkeiten immer auf dem aktuellen Stand des Sanitätswissens bleiben, müssen die First Responder jährlich an Pflichtfortbildungen teilnehmen.

Des Weiteren sind einige unser Kameradinnen und Kameraden ausgebildete Rettungssanitäter bzw. Notfallsanitäter in Ausbildung.

Ausrüstung

Notfallrucksack

Die First Responder sind mit einem Notfallrucksack ausgestattet, der den Anforderungen der DIN 13155 entspricht und an die spezifischen Bedürfnisse vor Ort angepasst wurde. Der Rucksack enthält alle notwendigen Ausrüstungsgegenstände, um eine effektive Erstversorgung bei medizinischen Notfällen leisten zu können. Desweiteren führen wir eine Tasche mit Sauerstoff mit.

Seit 2023 haben wir eine Tasche für Kindernotfälle um im Fall der Fälle noch besser für unsere kleinen Patienten gerüstet zu sein.

Unterstützung durch Spenden

Ein besonderer Dank geht hier an den Pflegedienst Nolte, der uns schon mehrfach durch Spenden unterstützt hat, so dass wir unsere Ausrüstung stehts auf dem neuesten Stand halten können. Im Allgemeinen verwenden wir Spenden die uns erreichen, um unsere Ausrüstung auf dem Stand der Technik zu halten und ggf. sinnvoll zu ergänzen.

Gegen Ende 2025 konnten wir durch eine Spende der VR-MainBank eG unseren mittlerweile in die Jahre gekommenen Notfallrucksack, durch ein zwei Rucksack System der Firma PAX ersetzen.

Unser Team

Gruppenbild First Responder Team

Christian, Darius, Rudi, Katja, Laurin, Marco und Stefan. Es fehlen: Kerstin, Sebastian, Milan und Jonas.